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Rinderzüchter trauen ihren Augen nicht
Rindfleisch ist so teuer wie nie zuvor. Die Terminmärkte geben Hinweise darauf, dass die Preissteigerungen noch weiter anhalten können. Die Rinderzüchter in den USA reiben sich die Augen. Was haben sie in den vergangenen Jahren nicht alles mitgemacht: Erst BSE, dann steigende Futtermittel, und eine schier nicht mehr zu befriedigende Exportnachfrage. „Da ist es verständlich, dass viele Züchter den neuen Preisen nicht trauen“, kommentiert Derell Peel von der Oklahoma State University die Situation.
Die Rindfleischpreise müssen kräftig steigen, sodass die Produzenten wieder in die Gewinnzone kommen. In den 70er Jahren kostete in den USA eine Gallone Diesel noch 13 Cents. Heute kostet die gleiche Menge 2,80 Dollar. Die Preise für Rindfleisch haben sich in dieser Zeit nur marginal verändert. Jetzt scheinen sich die Preise an die neue Realität anzupassen. Denn es deutet vieles darauf hin, dass sich das Angebot in diesem Jahr weiter verringern wird, was an den Warenterminbörsen bereits vorweggenommen wird. Einkäufer von Futtermitteln auf Maisbasis müssen mit Einkäufern von Brennereien konkurrieren, die das stärkehaltige Getreide zur Ethanolherstellung brauchen. Teure Futtermittel und geringe Herdengrößen führen dazu, dass die Tiere – Kälber und Rinder – geschlachtet werden müssen, noch bevor sie ganz ausgewachsen sind, was wiederum nicht dazu beiträgt, dass das Angebot wächst. Unterdessen bleibt die Exportnachfrage unaufhaltsam hoch, während die Binnennachfrage Anzeichen einer Belebung zeigt. „Die Schlüsselfrage lautet: Wie hoch können die Preise steigen, bevor die Nachfrage zurückgeht?“, weiß Peel. „Normalerweise schießt der Markt kurzzeitig nach oben und kommt dann etwas zurück, und zeigt uns, wo der echte Hochpunkt liegt. Es scheint nicht, als wäre die Zeit dafür schon reif, und wenn ja, dann werden wir für längere Zeit auf dem jetzigen Preisniveau verharren. Die heutige Situation wurde in zehn Jahren aufgebaut und wird nicht so schnell vorübergehen.“
Von Redaktion "Rohstoff-Report"
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