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K + S AG - geplanter Rückkauf
Update zu K + S AG: Hier nahmen wir den kleinen Gewinn mit. Die Aktie konnte trotz der positiven Marktstimmung nicht weiter zulegen. Wir werden, wie besprochen, die Aktie wieder zurückkaufen.

Wir werfen einen Blick auf den 4-Jahres-Chart:
Hier unten im Chart wurde eine zweite Unterstützungszone eingezeichnet, die zwischen 27,70 und 29,60 € verläuft. Sie sehen, dass selbst auf dem Höhepunkt der Finanzkrise diese hartnäckige Unterstützungszone gehalten werden konnte.

Das Unternehmen wird inzwischen von der Börse mit nur noch 6,50 Mrd. € bewertet. Der Nettogewinn wird zwischen 500 und 550 Mio. € liegen. Daraus resultiert ein KGV zwischen 11,81 und 13,00. Das KGV ist im Vergleich zu den anderen Daxwerten relativ hoch, aber für das Unternehmen hat der Markt schon immer etwas mehr bezahlt.
Fällt die Aktie in die zweite Unterstützungszone zurück, dann liegt der Börsen-wert/Marktkapitalisierung zwischen 5,20 und 5,60 Mrd. € und das KGV zwischen 9,45 und 10,40.
Unsere kleine Position werden wir weiter halten. Sollte die Aktie auch in die zweite Unterstützungszone zurückfallen, dann bauen wir die Position aus. Theoretisch könnte man jetzt auch die kleine Position mit einem minimalen Gewinn glattstellen, um im Bereich der zweiten Unterstützungszone die komplette Position wieder aufzubauen. Hier ist aber das Risiko zu groß nicht wieder günstig zum Zug zu kommen.
Die jüngsten Quartalszahlen:
Im dritten Quartal 2011 konnte der Umsatz um 17% auf 1,17 Mrd. € gesteigert werden. Das EBIT konnte um 70% auf 198,50 Mio. € gesteigert werden. Nach Steuern blieben 91 Mio. € über.
Die Geschäftsführung korrigierte die Umsatz- und Gewinnprognose. Demnach soll der Umsatz auf Jahressicht zwischen 5 und 5,25 Mrd. € liegen, nach zuvor 5 und 5,30 Mrd. €.
Das EBIT (Gewinn vor Steuern) soll zwischen 0,95 und 1,0 Mrd. € liegen, nach zuvor 0,95 und 1,05 Mrd. €.
Das neue 2,4 Mrd. € - Projekt
"Das Legacy Projekt ist ein bedeutender Schritt zum Ausbau unserer Kalikapazitäten und eröffnet uns die Teilnahme am Wachstum des Weltkalimarktes", so Konzernchef Norbert Steiner. Finanziert soll das Projekt überwiegend aus vorhandenen Finanzmitteln und künftigen Cashflows werden.
Nachdem Ausstieg der BASF AG beträgt der Streubesitz rund 80%, was das Unternehmen zu einem Übernahmekandidat macht. Die Konkurrenten BHP Billiton, Rio Tinto und Vale bauten ihre Marktstellung im Kali/Düngemittelmarkt zuletzt immer weiter aus.
K & S geht davon aus, dass mit den angestrebten Produktionsmengen die Förderung mindestens 55 Jahre lang möglich ist. Bisher hat K+S ausschließlich Kali-Vorkommen in Deutschland, von denen die meisten in 30 bis 40 Jahren erschöpft sein werden.
Das Projekt wird zwar die Bilanz bis 2015 belasten, aber langfristig gesehen stehen die Chancen sehr gut, dass das Projekt „Lagacy“ für K + S ein lukratives Geschäft wird.
Das Kaligebiet liegt ca. 50 Kilometer nördlich der Stadt Moose Jaw in Saskatchewan. Die Gesamtkapazität des Projekts soll bis zum Jahr 2023 auf 2,86 Millionen Tonnen Kaliumchlorid pro Jahr erhöht werden. Mit einem weiteren Ausbau sei dann ca. 10 Jahre später eine Gesamtproduktion von jährlich 4 Mio. Tonnen Kali möglich. Schon im Jahr 2017 soll die Zwei-Millionen-Tonnen-Marke erreicht werden.
Der Produktionsstart ist für 2015 angesetzt. Noch im diesen Jahr sollen die ersten Infrastrukturarbeiten für Wasserversorgung, Elektrizität und Straßenbau sowie erste Bohraktivitäten stattfinden. K+S rechnet damit, dass der Standort schon 2016 einen ordentlichen Gewinn abwerfen wird.
Trotz des kostenintensiven Projekts will K + S auch künftig weiter zwischen 40 und 50% des Konzerngewinns an seine Aktionäre ausschütten.
Von Redaktion "Cleverselect Investments"
Der obige Artikel stellt die Meinung des genannten Autors und/oder der genannten Börsenbrief-Redaktion dar und ist als unverbindliche Information anzusehen und keine Anlageempfehlung.
